Mit
der Siebdrucktechnik begann ab 1976 für mich die Arbeit
mit Farben, zunächst ohne eigene „Handschrift“.
Ich wollte zunächst alle Elemente einer individuellen
Handschrift eliminieren. Deshalb habe ich meine Arbeiten
mit dem Sieb gefertigt, wobei ich dieses wie einen Pinsel
einsetzte: Es ging mir nicht um Vervielfältigung, sondern
um ein neutrales Medium für meine Arbeiten. Das Sieb
nutzte ich wie andere den Pinsel.
Jeder Druckvorgang eine andere Farbe. So entstanden sieb-gedruckte
Unikate, die sich aus vielen hunderten Farbtönen =
Druckvorgängen zusammensetzen. Es ging mir in dieser
Arbeitsphase darum, in diesen Farbflächen eine räumliche,
vibrierende Atmosphäre zu erzeugen, die den Betrachter
emotional anspricht.
Um diesen Eindruck weiter zu verstärken, habe ich
die Arbeitstechnik des Sieb-Druckens verlassen und seit
Mitte der 80er Jahre entstehen meine Farbflächen mit
dem Pinsel.