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"Günter Scharein bei Wall"
Berliner Künstler zeigt Werke aus 40 Jahren
Auszug
von der Internetseite
der WALL AG, 27.10.2006

Mit über 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur
eröffnete Hans Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG, die
achte von Claudia Wall realisierte Ausstellung in der Berliner
Unternehmenszentrale. Zu den zahlreichen prominenten Gästen
gehörten Vizekanzler Franz Müntefering, der Vorsitzende
der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Gregor Gysi, sowie die ehemaligen
Bürgermeister von Berlin Eberhard Diepgen und Dr. Klaus Schütz.
Gezeigt werden über 50 Werke von Günter Scharein, der
zum ersten Mal Einblicke in seine gesamte Schaffenswelt aus 40
Jahren gibt. Edzard Reuter, Ehrenbürger von Berlin, hielt
die Laudatio auf den Berliner Maler, für dessen Arbeit eindrucksvolle
Farblandschaften charakteristisch sind.
Punktgenau – das sind Schareins jüngste Werke: Der
Maler trägt Punkt für Punkt mit dem Pinsel verschiedene
Farbnuancen in ein Rastersystem auf Hartschaumplatten auf. "In
der Distanz verschmelzen die unzähligen und exakt gesetzten
Punkte zu homogenen farbigen Flächen mit einer intensiven
dreidimensionalen Wirkung", schwärmt der Vorstandsvorsitzende
der Wall AG, Hans Wall. "Erst bei genauem Hinsehen geben
die Werke das Geheimnis ihrer Entstehung preis." Der Künstler
bestätigt diese Sichtweise: "Nicht nur ich muss mir
immens viel Zeit nehmen. Auch der Betrachter braucht Muße,
um sich meine Welt zu erschließen."
Die
detaillierte Arbeitsweise Schareins beeindruckt auch durch Superlative:
14 bis 16 farblich verschiedene Punkte setzt er auf einen Quadratzentimeter,
für einen Quadratmeter benötigt er 250 Zeitstunden,
auf fünf Quadratmetern Fläche verarbeitet er vier bis
fünf Kilogramm Acrylfarbe, pro Bild werden 300 bis 500 Farbtöne
verwendet, zehn bis zwölf Stunden malt Scharein an einem
Tag in seinem Atelier, um, wie er sagt, "überhaupt einen
kleinen Fortschritt zu erkennen."
Neben Graphiken, Kartonagen und Siebdrucken werden vor allem Schareins
oft mehrteilige Acrylgemälde ausgestellt. Sie knüpfen
einerseits an die Schaffenswelt der amerikanischen Farbfeld-Maler
Mark Rothko, Barnett Newman und Ad Reinhard an. Andererseits stehen
sie in der Tradition europäischer Vertreter der monochromen
Malerei wie Yves Klein und Gotthard Graubner.
Die Werke des Berliner Malers sind in zahlreichen privaten und
öffentlichen Sammlungen in Deutschland vertreten, z.B. in
der Sammlung Piepenbrock, im Hacke Museum, Museum Heidenheim,
Museum Hoppe-Ritter, in der Staatsgalerie Stuttgart, der Sammlung
DaimlerChrysler und der Sammlung IBM.
Bis zum 31. Januar 2007 sind bei Wall in Berlin-Mitte die Werke
Schareins auf vier Etagen zu sehen.
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung finden am
9. und 23. November, 7. und 21. Dezember und am 11. und 25. Januar
2007 jeweils um 18:00 Uhr statt. Um formlose Anmeldung wird unter
der Telefonnummer 030-33899-383 gebeten.

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