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Wenn die Bank punktet
Samstag, 2. Mai 2009
„Schöne
Aussichten in der Bank“ heißt eine Ausstellungsreihe,
die der scheidende Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Berlin,
Dieter Puchta, nach seinem Amtsantritt bei der IBB im Jahre 2004
begründet hat. Jetzt eröffnete er letztmals eine Vernissage,
und es lag in der Natur der Sache, dass es nicht nur um Kunst
ging, obwohl der Maler „Scharein“ zu den „großen“
gehört und sich mit dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering
ein prominenter Redner für die Ausstellungseröffnung
gefunden hatte. Puchta ironisierte jene Banker, die die Finanzwirtschaft
mit in die Krise gestürzt hatten, und nun dennoch mit zum
Beraterkreis der Mächtigen, auch in Deutschland, gehörten.
Seine Bank, so der im Zorn mit Wirtschaftssenator Harald Wolf
scheidende, 58-jährige Puchta, sei nun das genaue Gegenteil
einer „bad bank“, vielmehr sei sie ihren Weg in die
Unabhängigkeit mit großem Erfolg gegangen und habe
zuletzt Rekordergebnisse eingefahren.
Franz Müntefering sagte zu alledem wenig, setzte sein bekanntes
Pokerface auf, und lobte den 60-jährigen Maler Scharein als
den, „der die Punkte malt“, und dies zu tausenden
auf jedem Bild. Wer nun meint, dies sei eine SPD-Veranstaltung
gewesen, irrt. Unter den mehr als 200 kunstsinnigen Gästen
waren auch Klaus-Rüdiger Landowsky, der sich als Scharein-Liebhaber
outete, und Friedbert Pflüger.
apz

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